115 Pflegeheime von zwei steirischen Pleite-Betreibern bleiben offen

Aufatmen in Graz: Das Weiterbestehen der steirischen „Humanitas“-Pflegeheime scheint gesichert. Nach Aussage der Gläubigerverbände AKV sowie KSV erhielt die „adcura GmbH“ aus Wien bei einer Ausschusssitzung der Gläubiger den Zuschlag. Auch gab es bei der Sitzung eine Entscheidung über das Weiterführen von neun von insgesamt zehn Pflegezentren der „Gemeinsam-statt-Einsam GmbH“.

Investment in Millionenhöhe

Der Kaufpreis der Humanitas-Gruppe ist noch nicht fixiert worden, er dürfte jedoch etwa 1,5 Mio. Euro betragen. Da man aber erst die Liquidität der Pflegezentren sicherstellen müsste, könne von einem Millionen-Investment gesprochen werden. In den „Humanitas“- Heimen sind 232 Personen beschäftigt, rund 450 Pflegebedürftige werden betreut.

„Gemeinsam-statt-Einsam“: Sanierungsverfahren wird eingeleitet

Im Verfahren der „Gemeinsam-statt-Einsam GmbH“ am Landesgericht für Zivilrecht in Graz wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. Die Gesellschaft zählt zehn Pflege- und Gesundheitszentren in Kärnten, der Steiermark, Niederösterreich sowie im Burgenland. 272 Personen sind in den Zentren beschäftigt, bis zu 370 Pflegebedürftige können betreut werden. Neun der zehn Heime werden nun fortgeführt, das Pflegeheimzentrum Mönchhof, das die „Gemeinsam-statt-Einsam GmbH“ gepachtet hatte, wurde bereits nach der Insolvenzeröffnung dem Besitzer zurückgegeben. Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) konnte man die Weiterführung der Zentren deshalb beschließen, da die Besitzgesellschaft eine Nachrangigkeitserklärung der Mieten während des Sanierungsverfahrens abgab, was als Voraussetzung zum Erhalt eines positiven Betriebs gilt. Über einen Plan für die Sanierung wird am 21. Mai abgestimmt. Man will die darin beschlossene Quote von mindestens 20 Prozent in zwei Jahren noch optimieren. Gläubiger melden indes Forderungen in Höhe von rund 11 Mio. Euro an, vorerst wurden 7,6 Mio. Euro anerkannt.

(Bildquellenangabe: Maren Beßler / pixelio.de)

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