Die Steirische

Der schönste Platz Österreichs bei 9 Plätze – 9 Schätze

9 Plätze - 9 Schätze ORF
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In der ORF-Show „9 Plätze – 9 Schätze“ werden vor dem Nationalfeiertag wieder Österreichs schönste Plätze gesucht – Plätze, die bisher eher als Geheimtipp genannt wurden und nicht in den Tourismusprospekten groß angeführt werden. Bei der ersten Ausgabe der Abendshow gewann der Grüne See im steirischen Tragöß, im vorigen Jahr machte der Formarin-See das Rennen.

Abstimmung 2016

Ab dem 26. September werden die drei Landesfinalisten in den Sendungen der jeweiligen ORF-Landesstudios vorgestellt. Von 29. September bis 4. Oktober (Mitternacht) können Zuseher per Telefon-Voting (Anruf oder SMS) abstimmen, welcher Ort Ihres Bundeslandes in der Show vertreten sein soll. Das Telefon-Voting ist rund um die Uhr möglich.

Spiegelsee Neun Plätze Schätze ORF
Der Spiegelsee in der Steiermark.

 

Burgenland

  • Purbacher Kellergasse
  • Die Rosalia
  • Ramsargebiet – Güssinger Teiche

Kärnten

  • Dobratsch
  • Künstlerstadt Gmünd
  • Granitztal

Niederösterreich

  • Mohndorf Armschlag
  • Ötschergräben
  • Museumsdorf Niedersulz

Oberösterreich

  • Bucklwehluckn im Mühlviertel
  • Grünau im Almtal
  • Hochmoor Teichlboden

Salzburg

  • Kallbrunnalm
  • Kraftplätze in Filzmoos
  • Falkensteinwand

Steiermark

  • Weinweg der Sinne
  • Spiegelsee
  • Wasserlochklamm Palfau

Tirol

  • Stuibenfall im Ötztal
  • Wolfsklamm
  • Kaisertal

Vorarlberg

  • Bad Rothenbrunnen
  • Gottesackerplateau
  • Dornbirner Schluchten

Wien

  • Grüner Prater
  • Hermesvilla
  • Haus des Meeres

Neun Plätze Neun Schätze: Sieger der neun Bundesländer

9 Plätze Schätze Teilnehmer 2016

Nach der diesjährigen Vorauswahl für die Show stehen nun die neun Landessieger 2016 fest, die am Nationalfeiertag für ihr jeweiliges Bundesland an den Start gehen:

  • Burgenland: Purbacher Kellergasse
  • Kärnten: Dobratsch
  • Niederösterreich: Ötschergräben
  • Oberösterreich: Bucklwehluckn im Mühlviertel
  • Salzburg: Kraftplätze in Filzmoos
  • Steiermark: Weinweg der Sinne
  • Tirol: Kaisertal
  • Vorarlberg: Bad Rothenbrunnen
  • Wien: Haus des Meeres

Welcher Platz dieses Jahr das rennen macht, entscheidet sich am 26. Oktober in der Hauptabendshow in ORF2.

Gewinner 2016: Kaisertal

Kaisertal - Schönster Platz Österreichs 2016
Das Kaisertal wurde zum schönsten Platz Österreichs 2016 gewählt. Bild (c) ORF/Landesstudio Tirol/Robert Engl

Das bis vor wenigen Jahren nur zu Fuß zu erreichende Kaisertal in Tirol setzte sich gegen die anderen Kandidaten durch. Die Route durch das Kaisertal gehört zu eine der schönsten Wanderungen im Kaisergebirge. Das Tal befindet sich fast gänzlich auf Ebbser Gemeindegebiet und ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. In allen Berggasthöfen und Hütten können Wanderer hervorragend vorzüglich Speisen. Für eine Übernachtung stehen Lager und Komfortzimmer zur Verfügung.

Folgende neun Plätze gingen voriges Jahr ins Rennen:

  • Burgenland: Ruine Landsee – Beliebtes Ausflugsziel inmitten des Naturparks Landseer Berge. Sie liegt auf einem Felssporn auf einem Höhenrücken zwischen Heidriegel und dem Pauliberg.
  • Kärnten: Bergsteigerdorf Zell-Pfarre – Liegt in einem abgeschiedenen Seitental an der Nordseite der Karawanken an der slowenisch-österreichischen Staatsgrenze und ungefähr 20 km südlich von Klagenfurt und 6 km südlich von Ferlach.
  • Niederösterreich: Schneebergbahn – Die Zahnradbahn auf den Hochschneeberg ist eine von noch drei existierenden Zahnradbahnen in Österreich.
  • Oberösterreich: Hochmoor Löckernmoos – 2008 war Gosau mit den Schleifsteinbrüchen und dem Hochmoor „Löckermoos“ Ausstellungsort der Oberösterreichischen Landesausstellung mit dem Leitort Gmunden.
  • Salzburg: Longa im Biosphärenpark Lungau – Die gänzlich unverbaute Longa mäandert auf einigen Kilometern durch das Weißpriachtal.
  • Steiermark: Heiligengeistklamm
  • Tirol: Gschlößtal – Seitental des Tauerntals auf dem Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol.
  • Vorarlberg: Formarinsee und Rote Wand – Hochgebirgssee im Lechquellengebirge im österreichischen Bundesland Vorarlberg auf einer Höhe von 1793 Metern in unmittelbarer Nähe zur Roten Wand im Gemeindegebiet von Dalaas.
  • Wien: Alte Donau –  Altarm der Donau in Wien

Gewinner 2015: Formarinsee-Rote Wand

Formarinsee
Der Formarinsee – Gewinner 9 Plätze – 9 Schätze 2015, Foto: CC BY-SA 2.5 Wikimedia Commons / User Böhringer

Der Gewinner der Show 2015 wurde der Formarinsee am Ende des Zugertals, inmitten des Lechquellengebirges auf 1.793 Metern Seehöhe in Vorarlberg. Auch hier gewann wieder ein schöner Bergsee mit den schönsten Farben. Der Formarinsee entsteht jedes Jahr aufs Neue durch Schmelzwasser. Sein Abfluss überwindet unterirdisch, unter der roten Wand hindurch, die europäische Wasserscheide. Das schöne Bild wird durch die 2704 Meter hohe Rote Wand ergänzt, die ihren Namen aus einem deutlich sichtbaren Band aus rotem Kalk erhalten hat. Diese sind Beleg davon, dass vor 145 Millionen Jahren das Gebiet ein tropisches Meer war.

Die ModeratorInnen

„9 Plätze – 9 Schätze“ wird von Armin Assinger und neun „Bundesland heute“-ModeratorInnen gemeinsam mit neun Prominenten aus den Bundesländern moderiert:

  • Elisabeth Pauer und Eva-Maria Marold (Burgenland)
  • Hannes Orasche und Thomas Morgenstern (Kärnten)
  • Margit Laufer und Alfred Komarek (Niederösterreich)
  • Jutta Mocuba und Angelika Niedetzky (Oberösterreich)
  • Conny Deutsch und Lukas Schweighofer (Salzburg)
  • Franz Neger und Marion Kreiner (Steiermark)
  • Katharina Kramer und Marc Pircher (Tirol)
  • Martina Köberle und Reinhold Bilgeri (Vorarlberg)
  • Elisabeth Vogel und Verena Scheitz (Wien)

Das Voting

Bei der Liveshow „9 Plätze 9 Schätze“ wird im Finale aus den 9 Bundesländern von der Jury und den Zuschauern zu Hause 1 Sieger-Bundesland ermittelt. Die Entscheidungen darüber, wer als Sieger hervorgeht wird einerseits durch Entscheidung des Juryteams und andererseits per Televoting von den Zusehern getroffen. Die Teilnahme an den Votings für die TV-Show ist für die Zuseher über zwei verschiedene Wege möglich: Per Telefonanruf und/oder durch Senden einer SMS an die in der Show eingeblendeten Telefonnummern. Anschließend wird aus den 9 Teilnehmern ein Gewinner ermittelt, der in Summe die meisten Jury-Punkte und Votes aus Telefonanrufen und SMS erhalten hat. Jenes Bundesland, das in diesem Zeitraum zusätzlich zu den Jury-Punkten die meisten Stimmen aus Telefonanrufen und SMS erhalten hat, gewinnt die ORF-Show „9 Plätze – 9 Schätze“

Schaden Shows wie 9 Plätze – 9 Schätze der Natur?

Grüner See AnsturmNach dem Erfolg der ersten Show im letzten Jahr, geht der ORF mit diesem Sendungsformat am 24. Oktober in die zweite Runde. Damals sahen mehr als eine Million Zuseher die Sendung. Der steirische Grüne See gewann das Voting, zahlreiche Medien berichteten über den See und auf Facebook war der See und seine Farbe ein Renner. Ob die landschaftliche Schönheit und die Region dadurch aber auch etwas gewonnen hat, bezweifeln mittlerweile viele Steirer und Steirerinnen.

Der Grüne See ist ohne Zweifel eine Pracht, die Gegebenheit vor Ort zeigte aber, dass die Infrastruktur vor Ort mit dem hohen und dauerhaften Ansturm nicht zurecht kommt. Im besonderen Fall vom Grünen See zeigt sich, dass die schönste Zeit beziehungsweise „Saison“ um das glasklare türkisblaue Wasser zu erleben, vom Beginn der Schneeschmelze im Frühling bis in den Sommer hinein ist. Sobald der natürliche Wasserstand im See im Laufe des Jahres weniger wird, desto mehr tritt das steinige und felsige Ufer zu Tage. Ab diesem Zeitpunkt wird es rund um den See wieder ruhiger. Laut Aussagen aus der Region wird sich somit die Wirtschaft / Gastronomie mit Investitionen in ihre eigene Infrastruktur beziehungsweise Angebot zurück halten.

Daneben spielt die Verkehrs-bedingte Situation an diesem schönen Platz eine Rolle. Es stehen zwar hunderte von Parkplätze zur Verfügung, wenn an einem schönen Tag aber wieder mal „alle“ zum Grünen See wollen, dann staut es sich. Niemand kommt mit dem Auto rein, niemand mehr raus. Und das schafft Ärger bei Autofahrern als auch bei Anreinern, deren Flächen verparkt werden.

Eine Regulierung des Besucherstroms kam aber für viele von einer unerwarteten Seite. Keine Taucher mehr im Grünen See ab 2016 hieß es vom örtlichen Tourismusverband auf Verlangen des Eigentümers des Sees. Laut Gutachten würde die Gefahr bestehen, dass die Taucher durch zuviel aufgewirbelten Sand am Boden die schöne Farbe des Sees zerstören.

Somit kann ein Platz, der für Shows wie „9 Plätze – 9 Schätze“ nominiert ist, durch einen Gewinn und dem zu erwartenden Besucherinteresse nur dann keinen Schaden nehmen, wenn die Verantwortlichen vor Ort ein Konzept haben und wissen ob ein schöner Platz viele Menschen verträgt. Im Interesse eines sanften Tourismus.

Link:

tv.orf.at/9plaetze/

Titelfoto: ORF/Thomas Ramstorfer

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