Der schönste Platz Österreichs bei 9 Plätze – 9 Schätze

In der ORF-Show „9 Plätze – 9 Schätze“ werden vor dem Nationalfeiertag wieder Österreichs schönste Plätze gesucht – Plätze, die bisher eher als Geheimtipp genannt wurden und nicht in den Tourismusprospekten groß angeführt werden. Bei der ersten Ausgabe der Abendshow gewann der Grüne See im steirischen Tragöß. Im vorigen Jahr machte der im Sommer und Winter beliebte Körbersee in Vorarlberg das Rennen.

Abstimmung 2018

Ab dem 17. September werden die drei Landesfinalisten in den Sendungen der jeweiligen ORF-Landesstudios vorgestellt. Von 19. bis 23. September (Mitternacht) können Zuseher per Telefon-Voting (Anruf oder SMS) abstimmen, welcher Ort Ihres Bundeslandes in der Show vertreten sein soll. Das Telefon-Voting ist rund um die Uhr möglich. Am 25. September werden die jeweiligen Landessieger vorgestellt.

Spiegelsee Neun Plätze Schätze ORF
Der Spiegelsee in der Steiermark wurde 2016 für 9 Plätze – 9 Schätze nominiert.

Buchtipp: Zum Kennenlernen der besonderen Plätze aller neun Bundesländer erscheint jedes Jahr ein Buch mit Fotos und interessanten Details. So entsteht eine einmalige Reise zu Österreichs versteckten Kostbarkeiten mit viel Hintergrundwissen. Dieses macht Lust, Österreich wieder mal neu zu entdecken.

Burgenland

  • Römerstraße St. Margarethen
  • Burg Lockenhaus
  • Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

Kärnten

  • Diex mit der Saualm
  • Gamskogelhütte
  • Obir-Tropfsteinhöhle

Niederösterreich

  • Burgruine Aggstein
  • Höllental
  • Stopfenreuther Au

Oberösterreich

  • Gosausee
  • Fischkalter in Kremsmünster
  • Schiederweiher

Salzburg

  • Bürmooser Moor
  • Maria Kirchental
  • Reedsee im Gasteiner Tal

Steiermark

  • Brendlalm
  • Duisitzkarsee
  • Schüsserlbrunn

Tirol

  • Tiroler Lechauen
  • Schmirntal und Valsertal
  • Hintersteinersee und Walleralm

Vorarlberg

  • Bangs-Matschels
  • Kanisfluh
  • Silbertal

Wien

  • Secession
  • Am Himmel
  • Nationalbibliothek

Neun Plätze Neun Schätze: Sieger der neun Bundesländer

Wird hier nach der Ausstrahlung bekannt gegeben!

Die neun Landessieger 2018:

  • Burgenland: Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
  • Kärnten: Gamskogelhütte
  • Niederösterreich: Höllental
  • Oberösterreich: Schiederweiher
  • Salzburg: Maria Kirchental
  • Steiermark: Schüsserlbrunn
  • Tirol: Hintersteinersee und Walleralm
  • Vorarlberg: Silbertal
  • Wien: Am Himmel

Welcher Platz dieses Jahr das rennen macht, entscheidet sich am 26. Oktober in der Hauptabendshow in ORF2.

Gewinner 2017: Körbersee

Körbersee in Vorarlberg gewinnt 9 Plätze 9 Schätze
Der Körbersee in Vorarlberg wurde zum schönsten Platz Österreichs 2017 gewählt. Foto ORF/Thomas Jantzen

Zum Körbersee kommt man im Winter auf Skiern und im Sommer zu Fuß. Der Weg führt durch eine idyllische Bergwelt inmitten der Lechtaler Alpen, südwestlich des Hochtannbergpasses auf 1.656 Meter Seehöhe. Hinter eine Kuppe erwartet Wanderer ein fantastischer Blick auf den See und das Vorarlberger Bergpanorama. Auf der einen Seite die Braunarlgruppe, links daneben die Juppenspitze und schräg gegenüber ragt der Widderstein empor. 2017 gingen diese Kandidaten für das jeweilige Bundesland ins Rennen:

  • Burgenland: Weinidylle Csaterberg
  • Kärnten: Wildensteiner Wasserfall
  • Niederösterreich: Ysperklamm (Platz 3)
  • Oberösterreich: Traunfall
  • Salzburg: Habachtal in Bramberg (Platz 2)
  • Steiermark: Rassach
  • Tirol: Gaistal/Seebensee
  • Vorarlberg: Körbersee (Gewinner)
  • Wien: Michaelerplatz

Gewinner 2016: Kaisertal

Kaisertal - Schönster Platz Österreichs 2016
Das Kaisertal wurde zum schönsten Platz Österreichs 2016 gewählt. Bild (c) ORF/Landesstudio Tirol/Robert Engl

Das bis vor wenigen Jahren nur zu Fuß zu erreichende Kaisertal in Tirol setzte sich gegen die anderen Kandidaten durch. Die Route durch das Kaisertal gehört zu eine der schönsten Wanderungen im Kaisergebirge. Das Tal befindet sich fast gänzlich auf Ebbser Gemeindegebiet und ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. In allen Berggasthöfen und Hütten können Wanderer hervorragend vorzüglich Speisen. Für eine Übernachtung stehen Lager und Komfortzimmer zur Verfügung.

Folgende neun Plätze gingen 2016 ins Rennen:

  • Burgenland: Purbacher Kellergasse
  • Kärnten: Dobratsch
  • Niederösterreich: Ötschergräben
  • Oberösterreich: Bucklwehluckn im Mühlviertel
  • Salzburg: Kraftplätze in Filzmoos
  • Steiermark: Weinweg der Sinne
  • Tirol: Kaisertal
  • Vorarlberg: Bad Rothenbrunnen
  • Wien: Haus des Meeres

Gewinner 2015: Formarinsee-Rote Wand

Formarinsee
Der Formarinsee – Gewinner 9 Plätze – 9 Schätze 2015, Foto: CC BY-SA 2.5 Wikimedia Commons / User Böhringer

Der Gewinner der Show 2015 wurde der Formarinsee am Ende des Zugertals, inmitten des Lechquellengebirges auf 1.793 Metern Seehöhe in Vorarlberg. Auch hier gewann wieder ein schöner Bergsee mit den schönsten Farben. Der Formarinsee entsteht jedes Jahr aufs Neue durch Schmelzwasser. Sein Abfluss überwindet unterirdisch, unter der roten Wand hindurch, die europäische Wasserscheide. Das schöne Bild wird durch die 2704 Meter hohe Rote Wand ergänzt, die ihren Namen aus einem deutlich sichtbaren Band aus rotem Kalk erhalten hat. Diese sind Beleg davon, dass vor 145 Millionen Jahren das Gebiet ein tropisches Meer war.

Folgende neun Plätze gingen 2015 ins Rennen:

  • Burgenland: Ruine Landsee – Beliebtes Ausflugsziel inmitten des Naturparks Landseer Berge. Sie liegt auf einem Felssporn auf einem Höhenrücken zwischen Heidriegel und dem Pauliberg.
  • Kärnten: Bergsteigerdorf Zell-Pfarre – Liegt in einem abgeschiedenen Seitental an der Nordseite der Karawanken an der slowenisch-österreichischen Staatsgrenze und ungefähr 20 km südlich von Klagenfurt und 6 km südlich von Ferlach.
  • Niederösterreich: Schneebergbahn – Die Zahnradbahn auf den Hochschneeberg ist eine von noch drei existierenden Zahnradbahnen in Österreich.
  • Oberösterreich: Hochmoor Löckernmoos – 2008 war Gosau mit den Schleifsteinbrüchen und dem Hochmoor „Löckermoos“ Ausstellungsort der Oberösterreichischen Landesausstellung mit dem Leitort Gmunden.
  • Salzburg: Longa im Biosphärenpark Lungau – Die gänzlich unverbaute Longa mäandert auf einigen Kilometern durch das Weißpriachtal.
  • Steiermark: Heiligengeistklamm
  • Tirol: Gschlößtal – Seitental des Tauerntals auf dem Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol.
  • Vorarlberg: Formarinsee und Rote Wand – Hochgebirgssee im Lechquellengebirge im österreichischen Bundesland Vorarlberg auf einer Höhe von 1793 Metern in unmittelbarer Nähe zur Roten Wand im Gemeindegebiet von Dalaas.
  • Wien: Alte Donau –  Altarm der Donau in Wien

Die ModeratorInnen

„9 Plätze – 9 Schätze“ wird von Armin Assinger und neun „Bundesland heute“-ModeratorInnen gemeinsam mit neun Prominenten aus den Bundesländern moderiert:

  • Dietmar Kerschbaum und Elisabeth Pauer (Burgenland)
  • Dagmar Koller  und Johannes Orasche (Kärnten)
  • Toni Pfeffer und Claudia Schubert (Niederösterreich)
  • Cesár Sampson und Jutta Mocuba (Oberösterreich)
  • Thomas Geierspichler und Conny Deutsch (Salzburg)
  • Eveline Wild und Franz Neger (Steiermark)
  • Ronja Forcher und Katharina Krammer (Tirol)
  • Stefan Pohl und Kerstin Polzer (Vorarlberg)
  • Maria Happel und Elisabeth Vogel (Wien)

Das Voting

Bei der Liveshow „9 Plätze 9 Schätze“ wird im Finale aus den 9 Bundesländern von der Jury und den Zuschauern zu Hause 1 Sieger-Bundesland ermittelt. Die Entscheidungen darüber, wer als Sieger hervorgeht wird einerseits durch Entscheidung des Juryteams und andererseits per Televoting von den Zusehern getroffen. Die Teilnahme an den Votings für die TV-Show ist für die Zuseher über zwei verschiedene Wege möglich: Per Telefonanruf und/oder durch Senden einer SMS an die in der Show eingeblendeten Telefonnummern. Anschließend wird aus den 9 Teilnehmern ein Gewinner ermittelt, der in Summe die meisten Jury-Punkte und Votes aus Telefonanrufen und SMS erhalten hat. Jenes Bundesland, das in diesem Zeitraum zusätzlich zu den Jury-Punkten die meisten Stimmen aus Telefonanrufen und SMS erhalten hat, gewinnt die ORF-Show „9 Plätze – 9 Schätze“

Schaden Shows wie 9 Plätze – 9 Schätze der Natur?

Grüner See AnsturmNach dem Erfolg der ersten Show im letzten Jahr, geht der ORF mit diesem Sendungsformat am 24. Oktober in die zweite Runde. Damals sahen mehr als eine Million Zuseher die Sendung. Der steirische Grüne See gewann das Voting, zahlreiche Medien berichteten über den See und auf Facebook war der See und seine Farbe ein Renner. Ob die landschaftliche Schönheit und die Region dadurch aber auch etwas gewonnen hat, bezweifeln mittlerweile viele Steirer und Steirerinnen.

Der Grüne See ist ohne Zweifel eine Pracht, die Gegebenheit vor Ort zeigte aber, dass die Infrastruktur vor Ort mit dem hohen und dauerhaften Ansturm nicht zurecht kommt. Im besonderen Fall vom Grünen See zeigt sich, dass die schönste Zeit beziehungsweise „Saison“ um das glasklare türkisblaue Wasser zu erleben, vom Beginn der Schneeschmelze im Frühling bis in den Sommer hinein ist. Sobald der natürliche Wasserstand im See im Laufe des Jahres weniger wird, desto mehr tritt das steinige und felsige Ufer zu Tage. Ab diesem Zeitpunkt wird es rund um den See wieder ruhiger. Laut Aussagen aus der Region wird sich somit die Wirtschaft / Gastronomie mit Investitionen in ihre eigene Infrastruktur beziehungsweise Angebot zurück halten.

Daneben spielt die Verkehrs-bedingte Situation an diesem schönen Platz eine Rolle. Es stehen zwar hunderte von Parkplätze zur Verfügung, wenn an einem schönen Tag aber wieder mal „alle“ zum Grünen See wollen, dann staut es sich. Niemand kommt mit dem Auto rein, niemand mehr raus. Und das schafft Ärger bei Autofahrern als auch bei Anreinern, deren Flächen verparkt werden.

Eine Regulierung des Besucherstroms kam aber für viele von einer unerwarteten Seite. Keine Taucher mehr im Grünen See ab 2016 hieß es vom örtlichen Tourismusverband auf Verlangen des Eigentümers des Sees. Laut Gutachten würde die Gefahr bestehen, dass die Taucher durch zuviel aufgewirbelten Sand am Boden die schöne Farbe des Sees zerstören.

Somit kann ein Platz, der für Shows wie „9 Plätze – 9 Schätze“ nominiert ist, durch einen Gewinn und dem zu erwartenden Besucherinteresse nur dann keinen Schaden nehmen, wenn die Verantwortlichen vor Ort ein Konzept haben und wissen ob ein schöner Platz viele Menschen verträgt. Im Interesse eines sanften Tourismus.

Link:

tv.orf.at/9plaetze/

Titelfoto: ORF/Thomas Ramstorfer

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