Der gute Wein der Steiermark

Die Winzer im Süden Österreichs erfreuen sich international einer immer größer werdenden Beliebtheit. Die Naturverbundenheit sowie unverbrauchte und unverfälschte Verfahren, sorgen für einen Weingenuss der Extraklasse. Bedingt durch die natürlich vorherrschenden Prozesse, die keinerlei Beeinflussung unterliegen, ergibt sich so jedes Jahr ein neuer und etwas anders gestalteter Gaumengenuss. Um jedoch den Wein aus der Steiermark besser kennen zulernen, gilt es, sich im Vorhinein ein wenig zu informieren.

Eine kleine Weinkunde

Im Folgenden sollen die populärsten Rebsorten dieser Region kurz und knapp vorgestellt werden. Einer, der am meisten verbreiteten Sorten, ist der Sauvignon Blanc, der seinen Ursprung in Frankreich hat. Junge Weine dieser Sorte zeichnen sich durch grüne Reflexe im Glas aus. Reifere Modelle kommen grün-gelb daher. Der Duft hängt auch vom Alter ab, er reicht von Brennnessel bzw. Gras bis hin zu leichten Paprikatönen. Da in der Steiermark der Anbau von Rotwein-Rebsorten eher eine untergeordnete Rolle spielt, findet sich hier folglich nur eine wirklich populäre Sorte. Der Blaue Zweigelt. Im Glas erscheint der Wein rubinrot und besitzt einen violetten Schimmer.

Der Duft ähnelt dem von Beeren und Kirschen. So wirkt er auch am Gaumen eher fruchtig. Auch Roséweine finden sich vor. Der Blaue Wildbacher, der nur in der Steiermark als Schilcher bezeichnet werden darf, besticht durch frischen Geruch sowie fruchtigen Geschmack, was ihn zu einem idealen Sommerwein macht. Der am häufigsten angebaute Wein der Steiermark ist der Welschriesling. Dieser schmeckt leicht säuerlich sowie fein-würzig. Er eignet sich hervorragend als Jungwein und dient somit als Start in das Weinjahr.

Die Winzer der Steiermark

Was für die einen ein Genussmittel darstellt, ist für andere eine Existenzgrundlage. So stellt sich der Beruf eines Winzers keineswegs als ein saisonales Hobby dar. Im Winter werden die Weine ausgebaut, während in den Weingärten die Vorbereitungen für das neue Weinjahr getroffen werden. So erfolgt durch den Rebschnitt, der bis Mitte März abgeschlossen ist, eine Mengenregulierung für den kommenden Jahrgang. Dies ist auch ein wichtiger Grundstock für die spätere Qualität des Weines. Im Frühling erfolgt der Knospenaustrieb.

Die jungen Blätter entwickeln sich und Trauben und Ranken entstehen. Ein sehenswertes Naturspektakel stellt die Weingartenblüte im Juni dar. Die Blüten versprühen einen Duft, der für ein einmaliges Erlebnis sorgt. Der Sommer steht ganz im Wachstum der Trauben. In den Monaten Juli und August erfolgt die Einlagerung von Zucker in das Fruchtfleisch der Trauben. Im September und Oktober werden die Trauben schließlich gelesen und gepresst.

Weinbaugebiete als Ausflugsziele

Neben fundierten Kenntnissen über Wein und Rebsorten, empfiehlt sich auch ein Ausflug in das Anbaugebiet. Die Steiermark kann hierbei mit zwei bekannten Weinstraßen aufwarten. Zum einen ist die oststeirische Römerweinstraße zu erwähnen. Begeisterten steht hier zur Wahl, das ausgebaute Straßennetz zu nutzen, um schnellstmöglich das angestrebte Ziel zu erreichen, oder zu Fuß etwaige Nebenstrecken in Betracht zu ziehen. Hierbei finden sich vielerlei Möglichkeiten, die Region näher kennen zu lernen und einige Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreut sich die süd-oststeirische Hügellandweinstraße. Diese besticht durch abwechslungsreiche Landschaften und herrliche Ausblicke.

Bild: tzzimone, flickr

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