Lawinen Sicherheitstipps & Notfallausrüstung

Wenn der Winter Österreich fest im Griff hat, kommt es immer wieder zu Lawinen. Eine Erhöhung der Lawinengefahr wird dabei durch bestimmte Wetterbedingungen verursacht. Die besten Voraussetzungen für Lawinen sind schlechter Schneedeckenaufbau, Wind und kalter Triebschnee. In Kombination mit schlechten Sicht sind Lawinenunfälle oft die Folge. Besonders Tourengeher und Freerider werden leider zu oft Opfer von Lawinen.

Lawinen Sicherheitstipps der Naturfreunde Österreich

  • Verantwortungsvolle Tourenplanung – Die Skitour sehr sorgfältig nach den aktuellen Verhältnissen und dem eigenen Können planen
  • Stets den aktuellen Lawinenlagebericht studieren
  • Vollständige Notfallausrüstung (LVS, Schaufel, Sonde, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Biwaksack und Handy) immer mitführen
  • Mit der Notfallausrüstung vertraut machen und den Umgang damit trainieren
  • Stets risikobewusst verhalten und auf Gefahrenzeichen reagieren
  • Nicht alleine auf Skitour gehen und darauf achten, dass die Tourengruppe nicht zu groß wird – Abstände einhalten
  • Laufend kontrollieren, ob die Planung noch mit den aktuellen Verhältnissen übereinstimmt

Vor der Skitour müssen unbedingt genaue Informationen über Schneedecke und der örtlichen, aktuellen Lawinensituation eingeholt werden, am besten beim jeweiligen Lawinenwarndienst unter www.lawinen.at. Beim Verlassen des gesicherten Skiraumes auf die vollständige Lawinen-Notfallausrüstung achten.

Lawinen-Notfallausrüstung

  • Lawinenverschüttetengerät
  • Sonde
  • Schaufel
  • Erste Hilfe Paket
  • Biwaksack
  • Handy
  • Lawinenairbags: Erhöhen die Überlebenschance im Falle eines Lawinenunfalles erheblich

Die Naturfreunde Österreich bieten Interessierten die Möglichkeit sich auszubilden und Lawinenkurse zu besuchen. Darüber hinaus bieten diese einen Wegweiser zur Selbsteinschätzung und für eigenverantwortliches Handeln beim Ski-tourengehen, Schneeschuhwandern und Freeriden zum Bestellen oder als Download (PDF) sowie eine „Notfall Lawine“ Notfallskarte an. Diese ist ein Leitfaden für die Verschüttetensuche, systematisches Ausschaufeln, Erste Hilfe, Ver-sorgung und Abtransport. (Link: www.naturfreunde.at/service/themen/info-and-servicefolder/notfall-lawine/)

Lawinenwarnstufen

  1. Gefahrenstufe 1: Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Die Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich.
  2. Gefahrenstufe 2: Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung, vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Grosse spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
  3. Gefahrenstufe 3: Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Eine Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich
  4. Gefahrenstufe 4: Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten
  5. Gefahrenstufe 5: Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele grosse, mehrfach auch sehr große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten.

Quelle: Naturfreunde Österreich, Lawineninfo Österreich

 

 

 

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