La Strada: Internationales Festival für Straßenkunst und Figurentheater in Graz

La Strada
Moving Chairs, Note Bene & Eddie Luis, Foto Nikola Milatovic

LaStrada hat sich als internationales Straßen- und Figurentheater-Festival in Graz schon lange einen Namen mit gemacht. Im Schnitt besuchen 100.000 Besucher die Veranstaltung, die im August an verschiedenen Veranstaltungsorten in der Landeshauptstadt und teilweise auch außerhalb statt findet. Zum ersten Mal fand das La Strada im Jahr 1997 statt.

Das Festival erzählt von urbaner Veränderung, fluiden Beziehungssystemen, vom Überschreiten und Auflösen von Grenzen und sucht dafür nach zeitgemäßen Ausdrucksformen.

In diesem Jahr finden sich unter dem Thema „Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“ viele nationale und internationale Künstler & Artisten in Graz ein um die Stadt in eine Bühne zu verwandeln. Straßen und Plätze verwandeln sich in Bühnen und Begegnungszonen, auf denen getanzt, gestaunt, verstört und applaudiert wird. Kunst überwindet Barrieren, die sie sonst oft von ihrem Publikum trennt und weht wieder diese ganz besondere Stimmung durch die Stadt, die La Strada im Sommer erzeugt.

Nationale und internationale Künstler in Graz

22 Gruppen aus aller Welt haben sich heuer in Graz angekündigt: Künstler aus Deutschland, Ungarn, Schweiz, Kanada, Niederlanden, Spanien, Frankreich und Großbritannien reisen an die Mur reisen, aber auch heimischen Künstlern will „La Strada“ ganz bewusst eine Plattform bieten. Intendant Werner Schrempf über die Pläne von La Strada:

Die Träume und Visionen der Kulturschaffenden und die Größe der Budget-Töpfe gehen leider immer weiter auseinander und wir überlegen uns, wie wir regionalen und einheimischen Künstlern durch Koproduktionen und unser Partnernetzwerk IN SITU helfen können, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern – und damit dafür zu sorgen, dass die Stadt nicht am Stadtrand endet.

In diesem Jahr wird bei „La Strada“ eine utopische Stadt wird errichtet und wieder zerstört, ein Dorf aus dem Ennstal samt seinen Bewohnern an die Mur übersiedelt, ein riesiges Werk Salvador Dalís den Opernvorhang ersetzen, und die Geräusche der Stadt in Strawinskis „Frühlingsweihe“ erklingen. Projekte von einheimischen Künstlern sind beispielsweise „Das Dorf“ des Theater t’eig, Wolfram Bergers „Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter“ und das „Picknick mit Erscheinung“ der Rabtaldirndln. Für internationale Beiträge sorgen Pierre Sauvageot, der vor zwei Jahren mit seinem Wind-Konzert auf dem Schöckl für Begeisterung sorgte und heuer mit seinem neuen Projekt „Igor hagard“ in Graz gastiert.

Thor McIntyre macht mit seiner Installation „The Speakers“ die Twitterstimmen der arabischen Revolution ebenso hörbar wie bisher Ungehörtes aus dem 1. Weltkrieg. Die Ausnahmeartisten von Akoreacro zeigen  in ihrem Zelt im Augarten, wie atemberaubend der Zirkus unserer Zeit ist.

Das Ziel von La Strada

Das erklärte Ziel der Veranstaltung ist es, die Stadt für ihre Bewohner zurück zu erobern: für die Jungen und die Lebenserfahrenen, die Temperamentvollen und die Zurückhaltenden, für Großfamilien und Kleingruppen. Und das alles mit viel Poesie, künstlerischer Kraft und großer Freude.

Veranstaltungsinformationen

La Strada findet dieses Jahr vom 1. bis 9. August 2014 an verschiedenen Spielorten in Graz statt. Das aktuelle Programm und alle Details sind auf  www.lastrada.at zu finden.

Titelbild: Moving Chairs / Note Bene & Eddie Luis, Foto Nikola Milatovic

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